Slackline-Arten

Die verschiedenen Slackline-Arten

Je nach Länge, Höhe, Vorspannung, Durchhang und Untergrund wird das Slacklinen in verschiedene Kategorien eingeteilt.

Jede dieser Disziplinen hat seinen Reiz und ermöglicht eine enorme Vielfalt an Erlebnissen.

 

Die Trickline kann noch weiter in die Katogorien Beginnerline und Jumpline unterteilt werden:

Beginner-Line

Slackline Beginner-Line in Zürich an der Rentenwiese

Eine Beginner-Line wird kurz (ca. 3-7m) und straff gespannt. Diese Slackline-Art sollte für Anfänger möglichst leicht zu begehen sein und deshalb wenig Auslenkung zulassen.

Die Slackline sollte sich einfach aufspannen lassen, weshalb normalerweise ein System mit Ratsche verwendet wird.

Eine Beginner-Line eignet sich auch hervorragend um einfache Tricks wie Sitzen, Querstand oder Drehen zu üben.

 

Ein Video, wo die Basics zum Stehen und Gehen auf einer Beginnerline erklärt werden, findet sich hier.

Jumpline

Slackline-Night Zürich: Jumpline

Bei der Jumpline wird die Slackline sehr straff gespannt, allerdings etwas Länger als eine Beginner-Line (ca. 10-20m). Wichtig ist, dass das Band eine gute „Spritzigkeit“ aufweist, das heisst, trampolin-ähnliche Eigenschaften besitzt. Wenn es zu wenig Dehnung aufweist, wirkt es statisch. Wenn es zu viel Dehnung aufweist, hat es einen zu grossen Durchhang und man hebt nicht mehr ab.

Es können mehrere Slacklines nebeneinander oder gekreuzt übereinander gespannt werden. Sprünge von einer Slackline auf die andere oder sind möglich, aber es ist natürlich auch möglich, auf derselben Line wieder zu landen.

Beliebte Tricks sind: Einbeinige Sprünge, Buttbounce (Sprung aufs Gesäss und wieder auf die Füsse), Chestbounce, Backflip, 360° oder verschiedene Grab-Varianten.

Rodeoline

Slackline: Rodeoline

Die Rodeoline wird in grösserer Höhe (ca. 1- 5m) so befestigt, dass sie fast bis zum Boden durchhängt. Solche Lines sind äusserst anspruchsvoll zu Begehen und verzeihen fast keine Fehler.

Diese Art Slackline trifft man immer seltener an. Die Bandeigenschaften sollten etwas dehnbarer sein als bei einer Beginner- oder Jump-Line.

 

Übrigens: Auf einer Rodeo-Line ist das auf-dem-Rücken-Liegen deutlich einfacher als auf einer straff gespannten Slackline. Zudem kann man so eine Slackline gut als Schaukel benutzen.

Longline

Slackline: Longline Ab einer Länge von 30m spricht man von einer Longline. Hierbei wird versucht eine möglichst lange Slackline komplett zu bewältigen. Je länger die Line ist, desto anspruchsvoller ist das Gehen. Die Konzentrationsfähigkeit wird dabei auf eine Dauerbelastungsprobe gestellt. Eine Long-Line wird sehr straff gespannt, damit sie einfacher zu begehen ist und in der Mitte nicht den Boden berührt. Die Slackline sollte deswegen auch nicht zu viel Dehnung zulassen.

Highline

Slackline Highline

Highlines sind in grosser Höhe angebracht, so dass ein einfaches und gefahrloses Abspringen nicht mehr möglich ist. Hierbei spielt nicht nur die Fähigkeit, das Gleichgewicht zu halten, sondern auch die psychische Komponente, eine entscheidende Rolle.

Meist wird dabei zur doppelten Sicherheit ein Redundanz-Seil unter die Slackline befestigt. Der Slackliner trägt dabei einen Klettergurt, der mit einer Leash zur Slackline verbunden und dort mit einem Abseil-Achter oder einem Metall-Ring eingehängt ist.
Beim Bau von Highlines sind sicherheitstechnische Aspekte sehr wichtig, deshalb sollten solche Lines nur von Profis aufgebaut werden.

 

Waterline

Slackline Waterline bei San Bernardino über den Lago d'Isola

Eine Slackline übers Wasser bezeichnet man als Waterline. Dies hat einen ganz besonderen Reiz, da man ein sehr direktes Feedback hat, wenn man die Slackline noch nicht genügend beherrscht... Wichtig ist, dass das Wasser überall tief genug ist, um auch einen Kopfsprung riskieren zu können.

Das Begehen einer Water-Line ist deutlich schwieriger als das Begehen einer normalen Slackline, da sich das Wasser immer etwas bewegt und die optischen Sinne dadurch verwirrt.