Beim Slacklinen können je nach Beschaffenheit der Slacklinen (Dehnungseigenschaften, Webart, Dicke, Breite des Bandes), Länge der Slackline und Vorspannung unterschiedliche Kräfte auf die Fixationspunkte der Slacklinen auftreten. Teilweise sind im Internet Angaben von Kraftwerte von bis zu 3-4 Tonnen zu finden. Mit den Kräften, die bei handelsüblichen Slackline-Sets auftreten können, haben diese hohen Kraftwerte aber nichts zu tun! Wenn überhaupt, sind derart hohe Kräfte, nur mit speziellen Spanngeräten (Habegger usw.) möglich. Grundsätzlich kann man folgende Regel aufstellen:
je länger die Slackline, desto geringer die Kräfte auf die Endpunkte (bei gleicher Vorspannung)
je geringer die Vorspannung, desto gringer die Kräfte auf die Endpunkte
Slacklinenes mit geringer Dehnung (statische Bänder) verursachen höhere Kräfte auf die Endpunkte
Am Biomechanischen Institut der ETH Zürich wurden mit Kraftmessdosen die Kräfte von zwei unterschiedlichen Slacklines gemessen und verglichen.
Die Ergebnisse zeigen auch, warum nicht jede Slackline für den Einsatz in Turnhallen geeignet ist. Denn diese höheren Kräfte führen dazu, dass bei Slackline-Pfosten die Sicherheitsreserven der Bodenhülsen, Reckpfosten oder Slacklinepfosten nicht mehr ganz eingehalten werden.